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Alles steht Kopf – ein Film mit wichtiger Moral!

Alles steht Kopf - in der Kommandozentrale!

Ich liebe Filme, die mit viel Liebe, Witz und Köpfchen gemacht wurden. Filme, von denen wir etwas lernen können. Filme, die uns inspirieren und informieren. Ganz besonders liebe ich die pixar Kreationen, die jedes Mal mit unglaublich viel Aufwand und Detailtreue geschaffen werden. Findet Nemo, Findet Dorie, Das große Krabbeln, Oben, Die Unglaublichen, Merida.. die Liste ist lang. Und jeder dieser Filme nimmt uns mit auf eine Reise voller Abenteuer und großer Gefühle. Am Ende steht jedes Mal eine Moral, die nicht nur Kindern gilt. Eine der besten Kreationen: Alles steht Kopf!

Zwar habe ich euch schonmal einen kleinen Einblick in das Ticken der Männer und die Logik der Frauen gegeben, doch Pixar bringt das ganze auf eine neue, allgemeinere Ebene. Wie ticken Menschen? Welche Emotionen fühlen wir und warum verhalten wir uns in bestimmten Situationen eben so, wie wir uns verhalten? Was geht in uns vor? Dies sind die Fragen, die der Film gekonnt aufgreift und auf sehr liebevolle, irre witzige Art und Weise Antworten bereit hält. Inhalt des Filmes ist die Geschichte von Riley, einem jungen Mädchen, und der Umzug in eine andere Stadt. Scheinbar eine normale Situation, die jedem von uns passieren könnte. Doch wie schnell so eine Situation eskalieren kann und welche Emotionen dafür verantwortlich sind, war noch nie klarer als nach dem Analysieren dieses Filmes.

Alles steht Kopf – Helden der Geschichte und weitere Grundlagen

Seht ihr manchmal jemanden an und fragt euch: ‚Was geht wohl in seinem Kopf vor?‘ 

Tja, was geht wohl in seinem Kopf vor? Laut Pixar eine ganze Menge! Denn im Film spielen sich in den Köpfen der Figuren eine ganze Menge ab. Fünf Emotionen in Form von kleinen Männchen versuchen dort, Riley durch den Alltag zu lenken. Freude (gelb) möchte, dass es Riley immer gut geht. Wut (rot) legt viel Wert auf Gerechtigkeit. Ekel (grün) schützt Riley vor körperlichen und mentalen Vergiftungen und Angst (lila) passt auf, dass es nicht zu gefährlich wird. Nur Kummer (blau) weiß nicht so recht, was seine Aufgabe ist und wird nur ungern ans Kommandobord gelassen.

Alles steht Kopf - das Team!

Alles steht Kopf – das Team!

In der sogenannten Kommandozentrale haben die fünf Kontrolle über jede Situation und entscheiden, welches Gefühl jeweils prägend ist. Erinnerungen werden im Kurzzeitgedächtnis in der Kommandozentrale verwaltet, am Ende des Tages verschwinden sie ins Langzeitgedächtnis außerhalb der Zentrale. Nur selten schafft es eine sehr prägende Erinnerung einen Platz bei den Kernerinnerungen zu ergattern – die wichtigsten überhaupt. Jede Erinnerung, die im Kurzzeitgedächtnis einläuft, trägt eine Farbe. Und zwar die Farbe, unter dessen Einfluss diese Erinnerung zustande kam. War z.B. Freude am Werk, so rollt die Erinnerung in gelb ein und Riley behält die Situation in guter Erinnerung. Alles klar so weit?

Außerhalb der Kommandozentrale am Rand des Langzeitgedächtnisses haben sich über die Jahre vier Inseln aufgebaut, die durch jeweilige Erinnerungen gestärkt werden. Dazu gehört: die Familien-Insel, die Freunde-Insel, die Eishockey-Insel und die Quatschmach-Insel. Und mit diesem Hintergrund geht es nun rein in die Geschichte.

Alles steht Kopf – die Handlung

Die elf-jährige Riley führt ein glückliches Leben mit ihren Eltern. Sie liebt es, Eishockey zu spielen und hat Freunde, auf die sie zählen kann. Alles scheint perfekt, bis sie eines Tages mit ihren Eltern umziehen muss. Und als wäre das noch nicht genug, verschwinden gerade zu dieser schwierigen Zeit Freude und Kummer durch ein Unglück – und mit ihnen die wichtigen Kernerinnerungen. Es beginnt eine Reise durch die Gefühlswelt. Freude und Kummer haben ein nervenaufreibendes Abenteuer vor sich, um heile ins Kommandozentrum zurückzukehren. Währenddessen versucht das restliche Team Riley bei Laune zu halten. Doch das erweist sich als unmöglich, wenn nur Wut, Ekel und Angst anwesend sind.

Alles steht Kopf - die vier Inseln

Alles steht Kopf – die vier Inseln

Kummer und Freude schaffen es schließlich im letzten Augenblick zurück in die Kommandozentrale. Die Verbindung zu den vier Inseln sind in der Zwischenzeit alle abgebrochen. Riley ist alles egal. Von dem einst so glücklichen Mädchen ist nicht mehr viel übrig. Und schließlich wird Freude klar, dass nun die Zeit von Kummer gekommen war: Riley muss erst traurig sein, um wieder Freude empfinden zu können. Und so macht sich Kummer ans Werk. Rileys Genesung kann beginnen.

Alles steht Kopf – Fazit

Um die komplizierten Vorgänge in unserem Inneren verständlich zu machen, wurden sie von den Machern sehr erfolgreich visualisiert. Die Emotionen als einzelne Charaktere sprechen zu lassen in Verbindung mit den passenden Farben, den vier Inseln und den farbig eingetauchten Erinnerungen war eine geniale Idee. So wird das verwirrende, psychologische Geflecht in dem Innern der Menschen um einiges verständlicher. Ein wunderbarer Film, der noch dazu eine sehr wichtige Botschaft übermittelt. Es ist okay, sich auch mal schlecht zu fühlen. Wütend sein, traurig sein, Angst haben.. das alles gehört dazu. Eine ausgewogene Mischung aller Emotionen ist die Basis für eine gesunde, mentale Einstellung. Auf Regen folgt Sonnenschein. Eine Botschaft, die auch so manch Erwachsener dringend hören und verinnerlichen muss.

Habt ihr den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen? Konntet ihr auch aus anderen Disney/ Pixar Filmen eine Moral ziehen? Schreibt es in die Kommentare!

Liebe Grüße,
Maj-Britt