Beziehungen

Frauen verstehen leicht gemacht: nie wieder missverstanden!

Frauen verstehen: leicht gemacht

Nachdem ich eine Gebrauchsanweisung zur Handhabung von Männern zusammen gestellt habe, gibt es heute das Gegenstück dazu! Denn wie oft heißt es „Frauen sind SO kompliziert. Egal was man tut, sie ist NIE zufrieden!“ Na, hast du es vielleicht selbst schon einmal gedacht? Ja, Frauen sind anders als Männer, aber wie bei allen komplexen Systemen, muss man nur wissen, wie sie funktionieren. Als kleiner Tipp: lest euch erst den Part über Männer durch, denn darauf baut dieser Artikel auf!

Frauen verstehen: Frauen sind von der Venus

Dass Männer und Frauen zwei völlig unterschiedliche Wesen sind, haben wir schon im letzten Artikel festgestellt. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Grundlagen des Denkens und Verhaltens von Frauen enorm von denen der Männer unterscheiden.

Bleiben wir bei unserem Beispiel, dass Männer vom Mars und Frauen von der Venus kommen. Ebenso, wie es auf dem Mars nur Männer gab, existierte auf der Venus nur das weibliche Geschlecht. So standen hier im Gegensatz zum Mars Liebe, Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen an erster Stelle. Ein Großteil der Zeit verbrachten die Frauen damit, einander zu helfen und zu pflegen. Daher auch unsere einfühlsame Fähigkeit, Männer lebend durch die Männergrippe  zu bringen. 😀

Auf der einen Seite stand das Aussehen im Mittelpunkt, auf der anderen wurde aber auch viel Wert darauf gelegt, die individuelle Persönlichkeit (im besonderen Gefühle) auszudrücken. Mit anderen über die persönlichen Gefühle zu reden war um einiges wichtiger als jeder Erfolg und das Durchsetzen von Zielen. Auch war es selbstverständlich, auf die Gefühle und Bedürfnisse der Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Anderen Unterstützung anzubieten ohne danach gefragt zu werden, war ein Zeichen großer Zuneigung. (Wer den Artikel über Männer gelesen hat, merkt schon: hier treffen zwei Welten aufeinander.)

Frauen verstehen: 6 wichtige Bedürfnisse der Frau

In dem Buch „Männer sind anders. Frauen auch.“ spricht John Gray von den sogenannten zwölf Arten der Liebe. Dies sind die wichtigsten zu stillenden Bedürfnisse – 6 für die Frau, 6 für den Mann. Während der Mann Wert auf Vertrauen, Akzeptanz, Anerkennung, Bewunderung, Zustimmung und Ermutigung legt, stehen für die Frau andere Bedürfnisse im Vordergrund. Es handelt sich um Fürsorge, Verständnis, Respekt, Hingabe, Wertschätzung und Sicherheit. Frauen möchten verstanden werden. Da es ein wirklich wichtiger Punkt ist, sage ich es gleich nochmal: Frauen wollen verstanden werden. Das bedeutet, dass manchmal einfach zuhören und zustimmen angesagt ist. Auch Wertschätzung ist immer gern gesehen.

Frauen verstehen: leicht gemacht

Frauen verstehen: leicht gemacht

Frauen verstehen: mit Problemen umgehen

Während Männer ihre Probleme weitestgehend totschweigen und sich nur im allerletzten Notfall jemandem anvertrauen, handeln Frauen genau gegensätzlich. Wir fangen relativ schnell an, über unsere Probleme zu reden – und zwar ausgiebig. Wir lassen unseren Gefühlen freien Lauf, denn das Reden hilft uns, alles zu verarbeiten. Auch ohne Lösung fühlen wir uns danach um einiges besser und erleichtert. In der Funktion als Zuhörerin würden wir sofort unser Mitgefühl zeigen und wenn sich XY besonders blöd verhalten hat, zustimmen. Denn: Frauen wollen verstanden werden.

Lustiger Nebenfakt: Frauen merken erst beim Reden, was sie eigentlich sagen wollen. Daher quatschen wir gerne auch mal stundenlang, während Männer ein Gespräch innerhalb von wenigen Minuten führen können.

Männer versuchen sofort, eine Lösung anzubieten, Frauen hingegen hören erstmal zu, weisen ihr Mitgefühl auf und zeigen, dass sie ihre Freundin sehr gut verstehen können. „Ne, also da wäre ich aber auch sauer geworden!“ Typischer Satz. Natürlich würden wir auch versuchen, eine Lösung zu finden, aber in erster Linie heißt es: zuhören, verstehen & zustimmen und erst dann eine Lösung suchen. Kleiner, aber wichtiger Unterschied.

Frauen verstehen: das Punktesystem

Beim Punktesystem geht es – logischerweise – ums Punkte Sammeln. Im Gegensatz zu Männern vergeben Frauen für alles gleich viele Punkte. Es ist also egal, ob ein Mann die Miete bezahlt oder einen Strauß Blumen mit nach Hause bringt: es gibt gleich viele Punkte. Ehrlich gesagt legen Frauen mehr Wert auf die kleinen Dinge im Leben: kleine Gesten, kleine Aufmerksamkeiten, gemeinsame Zeit, Brunch am Wochenende..

Während ein Mann aufhört zu Geben, sobald der Punktestand unausgeglichen ist, gibt eine Frau immer weiter. Sie vertraut darauf, dass sie es irgendwann zurück bekommt und geht in Vorleistung. In ihrer Fürsorglichkeit ist es ihr wichtig, ihren Partner glücklich zu sehen und macht ihm gerne eine Freude. Ein Mann hingegen käme nicht auf Idee, „freiwillig“ mehr zu geben als nötig und wird im Umkehrschluss auch denken, dass sie an der Reihe ist, wenn sie noch gibt. Die Folge? Er lehnt sich zurück, genießt die Aufmerksamkeit und die Frau ärgert sich, dass sie nichts zurück bekommt. Ich bin mir sicher, dass an genau diesem Punkt schon so manch einer verzweifelt ist. Stimmt’s oder hab ich Recht?

Frauen verstehen: das Wellental

Das Gegenstück des „sich zurückziehen“ der Männer ist das Wellental bei der Frau. Fühlen sie sich geliebt, steigt ihr Selbstbewusstsein bis zum Höhepunkt dieser Welle. Ändert sich ihre Stimmung, landet sie plötzlich im Tal, in dem alles schlimmer erscheint, als es wirklich ist. Sie fühlt sich für eine kurze Zeit leer und braucht Liebe und Verständnis, um sich wieder gut zu fühlen.Oftmals gibt es keinen bestimmten Grund, nach einem Hoch kommt irgendwann einfach ein tief. Und manchmal ist es auch gut, denn nach einemTief kann sie wieder mit voller Energie nach oben schießen. In diesen Zeiten ist es jedoch wichtig, dass du ihr zuhörst und sie ernst nimmst, auch wenn dir die Situation gar nicht schlimm vorkommt.

Na, kamen euch manche Situationen bekannt vor? An die Männer: konnte ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen? Wenn man die Punkte durchgeht ist es eigentlich gar nicht so schwer, eine Frau glücklich zu machen. Was meint ihr?

Liebe Grüße,
Maj-Britt