Gedankenkarussell

Wie der Sinn des Lebens uns verändert.

Sinn des Lebens

Den Sinn des Lebens finden. Ganz schön philosophisch. Aber irgendwie auch ganz schön wichtig. Was ist es, das uns antreibt? Das uns motiviert, glücklich macht und durchhalten lässt? Was auf dieser Welt bringt uns dazu, bis zum Ende zu bleiben? So viele vor mir haben einen philosophischen Ansatz gewagt und versucht herauszufinden, was der Sinn des Lebens ist. Doch jeder definiert ihn anders. Und er verändert uns.

Der Sinn des Lebens – Damals vs. Heute

Zu Kindheitszeiten hatte mein Leben recht schnell einen Sinn. Ich tobte draußen mit Freunden, packte meine Playmobil-Welt aus und lauschte den Abenteuern von Bibi Blockberg. Wenn ich auf Kindergeburtstagen eingeladen war oder Hunde streicheln durfte, war ich glücklich. Je älter ich wurde, desto mehr veränderte sich der Fokus. Nun stand die Schule an erster Stelle. Was zählte, waren gute Noten und schließlich ein bestandenes Abitur. Gute Freunde finden und einfach dazu gehören. Jetzt bin ich Studentin, mitten im Bachelor-Programm. Doch anders als früher mache ich mir bereits Gedanken, was danach kommen wird. Sobald ich mein Bachelor-Zeugnis in der Hand halte, muss ich mir ein neues Ziel setzen, eine neue Aufgabe suchen. Früher war der Sinn des Lebens so viel einfacher, unkomplizierter. Heute muss ich mir überlegen, wie es weiter gehen soll. Mit Playmobil spielen kann nicht mehr alles in meinem Leben sein. Und es verändert mich.

Der Sinn des Lebens – was ist das überhaupt?

Monty Pyton, eine britische Komikertruppe, versuchte auf satirische Art den Sinn des Lebens zu definieren, während Kant und Nietzsche einen philosophischen Ansatz wagten. Aristoteles fand das Glück im Philosophieren, Kant in den moralischen Gesetzen und Nietzsche wollte aus uns Menschen ein Kunstwerk formen. Wir sollten uns hohe Ziele setzen und an diesen zugrunde gehen. Wow. Große Worte. Doch irgendwie hauen sie mich nicht um. Der Sinn des Lebens ist doch für jeden Menschen etwas anderes. Der eine findet ihn in einer Religion, nach der er lebt. Ein anderer findet ihn in seiner Arbeit, wiederum ein anderer im Reisen und in neuen Orten, die seinen Horizont erweitern. Letztendlich geht es doch darum, unsere Zeit auf dieser Erde bedeutend zu machen. Glücklich zu sein.

Der Sinn des Lebens – was ist das für mich?

Glück und Zufriedenheit sind für mich das wichtigste im Leben. Was bringt es mir reich zu sein, wenn ich niemanden habe, mit dem ich es teilen kann? Was bringt es mir schön zu sein, wenn es niemanden interessiert? Ich möchte auf mein Leben zurückblicken können und zufrieden sein mit dem, was ich erreicht habe. Glücklich sein mit dem, was ich bewegt habe. Für mich ist der Sinn des Lebens nicht zu arbeiten, bis ich alt bin. Für mich bedeutet er, Freude zu verbreiten. Nächstenliebe. Helfen. Nicht auf den eigenen Vorteil bedacht sein. Weniger Hass. Weniger Egoismus. Dafür mehr Miteinander. Mehr Liebe.

Und so verändert er uns.

So hat er mich verändert. Von Hunde streicheln, übers Abitur bestehen bis hin zu den Werten, die für mich Sinn des Lebens sind. Und mit einem veränderten Blickwinkel habe auch ich mich verändert. Denn am Ende bleibt uns nichts von den materiellen Dingen, die wir angehäuft haben. Es bleibt uns nichts von dem Geld, von Schönheit-OPs oder von Lobgesängen auf uns selbst. Was bleibt, sind die Menschen, die wir gut behandeln. Es sind die Erinnerungen an alte Zeiten. Es ist die Zufriedenheit, unser Leben sinnvoll genutzt zu haben. Und was auf dieser Welt ist sinnvoller als Liebe zu verbreiten und dem ganzen Krieg und Hass auf dieser Erde die Stirn zu bieten?