Freude & Traurigkeit

Tod und Trauer – wie du lernst, damit umzugehen!

Tod und Trauer - wie du lernst, damit umzugehen!

Das Leben ist wie eine Achterbahn. Es geht rauf und runter, manchmal langsam, manchmal aber auch sehr rasant. Es gibt schöne Abschnitte, wenn du zum Beispiel zum höchsten Punkt fährst und die Aussicht genießen kannst. Es gibt aber auch wilde Abschnitte, die uns den Atem rauben und uns wortwörtlich den Boden unter den Füßen wegziehen. Im Leben gibt es verschiedene Situationen, die diesen Effekt haben können. Eine davon ist der Tod. Einen geliebten Menschen zu verlieren, manchmal ganz ohne Vorwarnung, ist wahrscheinlich eine der schlimmsten und traurigsten Erfahrungen, die dir im Leben machen können. Und dennoch müssen wir Lernen mit dem Tod und Trauer umzugehen. Denn früher oder später werden wir damit konfrontiert.

Ich dachte immer es würde noch Jahre dauern, bis ich mich von einem Familienmitglied verabschieden müsste. Doch ehe ich mich versah, war es soweit. Nun musste ich bereits zwei liebe Menschen gehen lassen und hatte nicht einmal die Chance, mich zu verabschieden. Anfangs habe ich es einfach verdrängt, weil ich es nicht akzeptieren wollte. Die Trauer war überwältigend und ja, irgendwie habe ich den Boden unter den Füßen verloren. Das wichtigste ist: die Zeit heilt alle Wunden. So unmöglich das im ersten Moment erscheinen mag, so ist es. Doch damit du nicht einfach die Zeit absitzen musst, bis der Schmerz endlich nachlässt, habe ich ein paar Tipps für dich, die deinen Prozess unterstützen.

Tod und Trauer – die Grundeinstellung

„Beyond the door
There’s peace, I’m sure
And I know there’ll be no more
Tears in heaven“

Eric Clapton

Wichtig, um mit Tod und Trauer gut umgehen zu können, ist deine Grundeinstellung zu dem Thema. Wenn du von vornherein eine negative Einstellung hast, wird es natürlich um einiges schwerer sein, den Tod zu akzeptieren. Dieser muss übrigens gar nicht den „schlechten Ruf“ haben, den er nunmal hat. Denn wie Shakespeare schon sagte: „Nothing’s either good or bad, but thinking makes it so.“ Also nichts ist gut oder böse, unser Denken macht es dazu. Wenn sich jeweilige Person zum Beispiel sehr quälen musste, ist der Tod für sie eine Erlösung. Es wird ihr besser gehen. Nur für die Hinterbliebenen ist es schwer, loszulassen. Ich persönlich glaube nicht, dass Menschen wirklich tot sind, wenn sie sterben. Ich bin der Meinung, dass ihre Seele weiterlebt, ewig. Dass sie in den Himmel steigt und dort all ihre Liebsten wieder trifft, die ebenfalls diese letzte Reise angetreten haben. Natürlich trauere auch ich um meine Liebsten, doch mit dieser Grundeinstellung lässt es sich definitiv besser akzeptieren.

Tod und Trauer – Tipps, um zu verarbeiten!

1 – Akzeptieren und Abschied nehmen

Der erste Schritt ist, zu akzeptieren. Erst dann bist du bereit, Abschied zu nehmen. Falls du die Möglichkeit hast, dich von deinem geliebten Menschen zu verabschieden, nutze sie! Zwar ist es total schwer ihr gegenüber zu treten mit dem Wissen, dass es das letzte Mal ist, aber es ist deine letzte Gelegenheit, mit ihr zu sprechen. Sage ihm, wie du dich fühlst. Dass du sie vermissen wirst, wofür du dankbar bist und sprich ihr Mut zu. Und statt selbst todtraurig zu sein, freu dich für den Menschen, dass er von seinem Leid befreit wird. Glaube mir, so wird es dir leichter fallen.

2 – Emotionen zulassen und ein Tagebuch führen

Wichtig ist, dass du deine Trauer und die damit verbundenen Emotionen zulässt. Nur so wirst du das Geschehene verarbeiten und letztendlich damit abschließen können. Schreibe dazu deine Gefühle und Gedanken in deinem Tagebuch auf. Erst, wenn du das Geschehene akzeptierst und dich aktiv damit auseinandersetzt, kannst du verarbeiten. Außerdem ist dies eine wunderbare Möglichkeit, deinen Fortschritt mitzuverfolgen. Du siehst, wie es von Zeit zu Zeit ein bisschen leichter wird. Vielleicht hilft es dir auch, einfach mal eine Reihe trauriger Lieder abzuspielen und den Tränen freien Lauf zu lassen. Nach dem Weinen fühlt man sich immer ein bisschen besser! Nachdem du traurige Lieder gehört hast, wird es Zeit, auf hoffnungsreiche Lieder umzusteigen.

3 – Erinnerungen lebendig halten

Meine größte Angst war, alles zu vergessen, was ich mit dem Menschen erlebt habe. Ich hatte Angst zu vergessen, wie er aussah, wie seine Stimme klang und wie er sich gegeben hat. Aber das ist Blödsinn. So etwas vergisst man nicht. Unterstützend kannst du dir auch ein Fotoalbum erstellen, wo du alle gemeinsamen Bilder einklebst oder eben nur Bilder von deiner geliebten Person. Vielleicht hast du auch noch ein Video, das du dir gelegentlich anschauen kannst. Super funktioniert natürlich auch mit anderen Personen über den Verstorbenen zu reden. So hältst du sie lebendig und erfährst sicherlich noch die ein oder andere Sache, die du vorher gar nicht über jeweiligen Menschen wusstest.

4 – Frische Luft und Tapetenwechsel

Raus gehen hilft immer! Bevor dir die Decke auf den Kopf fällt, setz dich auf, zieh deine Schuhe an und geh raus. Das mag zwar schwer sein, aber wenn du erstmal draußen bist, wirst du merken, wie gut dir das tut. Spaziere an einem See entlang oder suche dir einen Punkt mit besonders schöner Aussicht. Wenn du dich alleine nicht aufraffen kannst, frage einen Freund, ob er dich begleitet. Du solltest aber definitiv auch einmal die Ruhe in der Natur ganz alleine genießen, um ein bisschen Zeit zum Nachdenken zu haben.

5 – Lebe weiter

Es ist okay, traurig zu sein. Es ist aber auch okay und sogar wichtig, dass du irgendwann mit deinem Leben weiter machst. Der Verstorbene würde nicht wollen, dass du seinetwegen dein Leben aufgibst oder in ständiger Trauer lebst. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du in den Alltag zurück gehst. Der Mensch wird immer in deinem Herzen sein, auch wenn du wieder glücklich wirst und Spaß hast im Leben. Du kannst dir immer noch die alten Fotos ansehen und dich zurück erinnern, wie schön es war. Aber dein Leben geht weiter. Lebe nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt.

Tod und Trauer – Fazit

Wenn du plötzlich mit dem Tod konfrontiert wirst, gerate nicht in Panik. Vielleicht wird es dir anfangs den Boden unter den Füßen wegziehen, aber Zeit heilt alle Wunden. Es wird besser werden. Und wenn du deine Einstellung dem Tod gegenüber positiv gestaltest, wirst du es leichter verarbeiten können. Für mich gibt es keinen Tod. Wir lassen zwar den Körper zurück, doch unsere Seele lebt weiter, im Himmel, mit all den lieben Menschen, die uns schon verlassen haben. Friss deine Trauer nicht in dich hinein, sondern lass sie raus. Weine, wenn du dich danach besser fühlst. Rede mit anderen Menschen darüber. Und halte deinen geliebten Menschen in guter Erinnerung. Der Schmerz wird nachlassen, versprochen!