Gedankenkarussell

10 years from now, does it still matter?

Kennt ihr das, wenn ihr euch tierisch über etwas ärgert, traurig seid, das Leben euch Steine in den Weg legt und ihr einfach nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt? Wenn es Kleinigkeiten sind, die euch die Freude nehmen und ihr euch nachträglich ärgert, dass ihr euch überhaupt geärgert habt? Dann habe ich heute einen super Tipp für euch.

Letztens erst habe ich mich ganz schön geärgert. Ich war sauer wie lange nicht mehr und habe mir dadurch für ein paar Tage meine ganze Freude nehmen lassen. Verrückt, oder? Obwohl dieses Ärgern ja nichts zur Lösung des Problems beigetragen hat, habe ich mir die Zeit stehlen und vermiesen lassen. Doch plötzlich kam mir ein rettender Gedanke: “10 years from now, does it still matter?”. Ist diese Situation/ dieser Mensch/ diese Sache, über die ich mich ärgere oder die mich frustriert, in 10 Jahren für mich noch relevant? Lohnt es sich also überhaupt sich darüber zu ärgern? Und mit einem mal war der Ärger verflogen.

Does it still matter?

Does it still matter?

Es kommt viel zu oft vor, dass wir uns über Kleinigkeiten im Leben ärgern, die einfach unwichtig sind. Wir mutieren dann für Stunden, Tage oder sogar Wochen zu verbitterten Miesmuscheln und lassen uns die Freude nehmen. Aber in den meisten Fällen ist es das einfach nicht wert. Denn sich zu ärgern bringt auch keine Verbesserung der Situation mit sich. Besonders, wenn die Situationen so bedeutend erscheinen, fällt es schwer, emotionalen Abstand zu gewinnen und sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen. Dann fragt euch einfach: ist es in 10 Jahren noch von Relevanz? Wird es mir einen Schaden zufügen, der mich in 10 Jahren noch immer beschäftigen wird? Als mir dieser Gedanke kam, empfand ich ihn als große Erleichterung, denn ich konnte so vieles einfach links liegen lassen, was mich vorher unzählige Stunden an negativen Gedanken gekostet hätte.

Damit meine ich natürlich nicht, dass ihr euch alles gefallen lassen und den Frust oder die Wut in euch reinfressen sollt. Nach einer Lösung kann man auch weiterhin suchen, nur lasst diese negativen Gefühle dabei aus dem Spiel. Wenn ihr z.B. immer von den gleichen Personen enttäuscht werdet, solltet ihr vielleicht mal drüber nachdenken, ob loslassen nicht eine bessere Alternative wäre. Oder wenn ihr von einem Freund etwas erwartet, dann aber traurig sein, dass er es euch nicht gibt, dann sprecht mit ihm, denn oftmals ist es einem selbst gar nicht bewusst. Über Dinge zu reden ist also ein guter Schritt um eine Lösung zu finden. Generell fällt es aber auch leichter, Dinge zu akzeptieren, die nicht im eigenen Sinne waren, wenn man sie von einem neutralen Standpunkt aus sieht. Man kann viel besser damit leben und ist nicht monatelang frustriert, weil es nicht so gekommen ist, wie man es sich gewünscht hat.

Fazit:
Lasst euch nicht durch Kleinigkeiten aus der Bahn werfen. Schraubt den Ärger und den Frust zurück, denn er hilft euch nicht weiter. Wahrscheinlich erschweren euch diese Gefühle nur unnötig die Suche nach einer Lösung. Ihr müsst euch nicht alles gefallen lassen, aber wenn euch jemand ärgert o.ä., dann ist es ihm sowieso egal, wie ihr euch dabei fühlt. Das einzige, was passiert, ist, dass ihr eure Zeit verschwendet, weil ihr euch die Freude habt nehmen lassen und nach ein paar Jahren fragt ihr euch dann, wie es dazu kommen konnte. Also sucht nach Lösungen, aber tut dies “neutral”. Dann ist es auch um einiges leichter zu akzeptieren, wenn es mal nicht so kommt wie ihr euch das vorgestellt habt. Und wenn es mal so kommt, dann ärgert euch nicht. Wenn ihr alles getan und gekämpft habt, dann könnt ihr doch “guten Gewissens” aus dem Kampf gehen. Es wird alles so kommen, wie es am besten ist. Und glaubt mir, jeder bekommt, was er verdient. Früher oder später zahlt sich alles aus.

Liebe Grüße,
Maj-Britt