Ratgeber

Projekt: Wie du Fröhlichkeit konsequent in deinen Alltag einbaust!

Fröhlichkeit im Alltag

Im Zuge meines Projektes “12 Eigenschaften – 12 Chancen zur Verbesserung” nehme ich mir im Jahr 2018 jeden Monat eine gute Eigenschaft vor, auf die ich mich in diesem Monat konzentriere. Ziel des Projektes ist es, bewusster zu leben und mich selbst Stück für Stück weiter zu entwickeln. Damit es nicht zu viel wird, konzentriere ich mich jeden Monat auf eine einzige Aufgabe: jeweilige Eigenschaft bestmöglich umzusetzen. Stoße ich an meine Grenzen? Kann ich sie überwinden? Spannende Fragen, auf die ich bis jetzt selbst noch keine Antwort habe! Im Februar habe ich versucht, Fröhlichkeit in meinen Alltag einzubauen. Hier kommen meine Erfahrungen!

Fröhlichkeit – Warum habe ich diese Eigenschaft gewählt?

Besonders in den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mich meine Fröhlichkeit ganz schön oft verlassen hat. Ich kam abends nach Hause, verkroch mich auf der Couch und lies mich vom Fernseher berieseln. Am Wochenende nutzte ich die Zeit für mich, doch diese reine, kindliche Fröhlichkeit habe ich schon lange nicht mehr gespürt. Und da dachte ich “HEY! Moment mal. Das kann doch so nicht richtig sein. Dagegen muss ich etwas tun!” Und schwups sind wir hier – mitten drin in einem neuen Beitrag zum Projekt der Selbstverbesserung!

Fröhlichkeit – Wie habe ich die Eigenschaft umgesetzt?

Erkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Doch wie stellt man das überhaupt an? Zu sagen: “Ich möchte jetzt fröhlich sein!” wird wohl kaum reichen. Tatsächlich ist dies aber einer der wichtigsten Punkte, um überhaupt erfolgreich zu sein. Du musst selbst etwas verändern wollen. Nur dann kannst du es auch verändern! Und sei dir bewusst: Du kannst nicht genervt, traurig, wütend, rachsüchtig, eifersüchtig, neidisch etc. sein, wenn du fröhlich bist. Dies ist also der erste Hinweis auf Situationen, die dich möglicherweise davon abhalten. Hier kommt nun eine Methode, mit der du Fröhlichkeit konsequent in deinen Alltag einbauen kannst!

Methode Fröhlichkeit im Alltag

  1. Deine Gedanken sind der Schlüssel
    Ob du fröhlich oder traurig bist, ist deine Entscheidung. Du bestimmst, wie du dich fühlst. Warum? Weil du derjenige bist, der die Kontrolle über deine Gedanken hat oder sagen wir besser: haben sollte! Denn viel zu oft lassen wir uns von schlechten Gedanken beeinflussen, die sich heimlich einschleichen und, ohne dass du es zu Beginn mitbekommst, deine Laune in den Keller ziehen. Erkenne, dass DU die Kontrolle hast und entscheide dich dafür, fröhlich sein zu wollen!
  2. Situationen Identifizieren
    Nachdem du dich mental darauf eingestellt hast, schlechte Gedanken zu erkennen, fange nun an, Situationen zu identifizieren. Manchmal ist es ein schleichender Prozess, bei dem du es gar nicht mitbekommst. Manchmal schlägt die Stimmung aber auch mit einem Mal völlig um, und du weißt, was der Träger dafür war. Welche Situation es auch ist, es ist wichtig, dass du sie bewusst erkennst! Denn nur dann kannst du den nächsten Schritt anwenden!
  3. Berichtigen!
    Nun ist es an dir, die schlechten Gedanken zu berichtigen. Jedes Mal, wenn eine der oben genannten Situationen eintritt, du also plötzlich traurig, wütend oder einfach genervt bist, halte einen Moment inne und frage dich, woher der Gedanke kommt. Identifiziere den Übeltäter – den schlechten Gedanken – und wandle ihn in etwa Positives um. Gleich zeige ich dir ein paar Beispiele, wie du das machen kannst.
  4. Sei konsequent!
    Ganz wichtig ist es, dass du diese Methode nicht nur zwischendurch mal anwendest, sondern konsequent jedes Mal, wenn du merkst, dass du nicht fröhlich bist! Hat dich ein Kollege genervt? Schleichen die Autofahrer mal wieder mit 80 auf der linken Spur der Autobahn? Gibt es gerade Probleme im Freundeskreis? All das sind Situationen, in denen du super üben kannst. Denn Übung macht den Meister. Eine Formel nach X aufzulösen konntest du sicher auch nicht sofort, nachdem dein Lehrer es dir einmal an der Tafel gezeigt hat, oder?

Beispiele – Situationen berichtigen – so klappt’s!

“Situationen berichtigen – wie soll das denn gehen?!” – Das ist eine durchaus berechtigte Frage, schließlich hört man das nicht alle Tage. Man kann Fehler berichtigen, aber Situationen? Im Grunde sind es nicht die Situationen selbst, die du berichtigst, sondern deine Gedanken darüber. Hast du schon mal dieses Zitat von Shakespeare gehört?

Nothing’s either good or bad, but thinking makes it so.

Es ist mein absolutes Lieblingszitat, denn es bringt es so kurz und knackig auf den Punkt! Nichts ist gut oder schlecht, nur dein Denken macht es dazu. Wenn du also von einem Autofahrer genervt bist, weil er vor dir schleicht, ist das in Wahrheit keine nervige Situation. Du machst es bloß mit deinem Denken dazu, weil etwas in dir sagt: “Der nervt mich! Warum kann er nicht vernünftig fahren?!” Genau das ist so eine Situation, in der du meist unbewusst schlechte Gedanken herein lässt. Mir ist das selbst fast täglich passiert und ich war so genervt, dass keine Spur von Fröhlichkeit mehr zu erahnen war. Diesen Monat bin ich hingegangen und habe bewusst versucht, genau diese Situationen anders zu sehen. Beispielsweise habe ich im Fahrstil meines Vordermanns positive Eigenschaften gesucht. Diese hier zum Beispiel: Vorsicht, Umsichtigkeit, Gelassenheit, Ruhe, Fürsorge. Im Grunde alles positive Eigenschaften, oder? Mit meinem Denken habe ich sie in etwas Negatives umgewandelt, ohne es zu merken!

Fröhlichkeit im Alltag

Und genau so funktioniert das auch in anderen Situationen. Hier folgen nun ein paar Situationen, die ich in diesem Monat identifiziert habe:

  • Schwierige Kollegen:
    Die Kunst ist zu erkennen, dass auch dies nur durch deine Gedanken verursacht wird. Statt das Verhalten der jeweiligen Person mit etwas Schlechtem zu assoziieren, versuche das Positive zu sehen. Siehst du beispielsweise einen sehr lauten Kollegen, der dich tierisch nervt? Dann könnten gute Assoziationen die folgenden sein: Kommunikation, Freude, Lebendigkeit, Fröhlichkeit. All das drück die Person doch dadurch aus, dass sie permanent redet. Und dies sind doch eindeutig gute Eigenschaften! :)
  • Faul & unproduktiv sein:
    Frage dich, warum du faul und unproduktiv bist. Liegt es an der fehlenden Planung? Das kannst du schnell beheben. Liegt es daran, dass du dich nicht aufraffen kannst und keine Lust hast? Auch dies hat seinen Ursprung in deinen Gedanken. Erkenne, dass auch dies negative Gedanken sind, die dir zuflüstern, dass du etwas bestimmtes nicht machen möchtest. Wehre dich dagegen und du wirst erkennen, dass das nicht dein wahres Ich ist. Schlüsselmoment ist meiner Meinung aber tatsächlich, dass du erstmal erkennen musst, dass diese Gedanken nicht von dir kommen, sondern sich heimlich eingeschlichen haben!
  • Einsamkeit:
    Ich habe mich die letzten Wochen recht alleine gefühlt, da der Anschluss in der neuen Umgebung noch nicht so erfolgreich war. Davon habe ich mir sehr sehr oft die Fröhlichkeit nehmen lassen und musste auch hier erstmal erkennen, dass genau diese Gedanken mich davon abhalten, etwas zu verändern. Ich habe also überlegt, was mich glücklich machen würde und habe daran festgehalten, dass diese schlechten Gedanken nicht von mir kommen. Und plötzlich kam mir ein Gedanke: Reiten! Seit Ewigkeiten möchte ich wieder reiten, doch in meiner alten Umgebung passte es nie. Nach 6 Monaten Leben in Schleswig-Holstein fiel mir plötzlich auf, dass das DIE Reitergegend ist. Nach einer Annonce in deiner Facebookgruppe hatte ich auch sogleich unzählige Anfragen – darunter auch die perfekte Lösung!
  • Wetter:
    Ja, richtig gelesen. Auch das Wetter hat mich tierisch beeinflusst. Wenn die Sonne scheint, ist das Leben wunderbar. Doch wenn es schneit… In den letzten Tagen hat es hier oben im Norden extrem viel geschneit. Während ich es am Sonntag super toll fand, hatte sich meine Laune am Montag um 180 Grad gedreht. Es war rutschig, schlechte Sicht, kalt und ich habe doppelt so lange zur Arbeit gebraucht als sonst. Das hat mich zum einen tierisch genervt, zum anderen auch extrem gestresst, da ich bei Glätte normalerweise das Auto fahren vermeide. Also überlegte ich mir die positiven Eigenschaften, die Schnee mit sich bringt: Schönheit, Reinheit, Frische.

Fröhlichkeit im Alltag  – Erfolge oder Misserfolge?

So baust du Fröhlichkeit konsequent in deinen Alltag ein!

Wenn ich auf diesen Monat zurück blicke, gehe ich definitiv zufriedener aus dem Projekt heraus als letzten Monat. Ich habe Situationen erkannt, die mir meine Fröhlichkeit geraubt haben, und versucht, diese zu berichtigen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es nicht jedes Mal konsequent durchgeführt habe. Anfangs fiel es mir tatsächlich noch recht schwer, meine subjektive Wahrnehmung zurück zu schrauben und meinen ganzen Frust in etwas Positives umzuwandeln.

Als ich eines Morgens aus dem Haus ging und den wunderschönen Sonnenaufgang entdeckte, war für einen Moment alles Negative wie verflogen und eine Welle der Fröhlichkeit überflutete mich. Da wurde mir mit einem Schlag klar, was ich den Monat lang überhaupt gesucht hatte. Und dass wir nicht nur die schlechten Momente korrigieren müssen, sondern auch die kleinen schönen Dinge im Leben wahrnehmen! Denn während uns vermeintlich viele schlechte Dinge am Tag passieren, geschehen mindestens genau so viele gute Dinge, die wir gar nicht wahrnehmen!

Fazit und Ausblick auf die nächsten Monate

Ein Gedanke, den ich definitiv in einem weiteren Beitrag aufnehmen möchte, ist die Tatsache, dass wir so viel Gutes gar nicht wahrnehmen. Dass unser Glück oftmals davon beeinträchtigt wird, dass wir nur die vermeintlich schlechten Dinge sehen. Ich schreibe vermeintlich, da wir gerade gelernt haben, dass es nicht Schlechtes gibt. :) Nur unser Denken macht es dazu. Diesen Monat gehe ich zufrieden aus dem Projekt heraus. Ich habe gelernt, Situationen zu erkennen, zu analysieren und dann zu berichtigen. Dies möchte ich auch weiterhin versuchen umzusetzen. Nächsten Monat wird sich dann alles um die Eigenschaft Selbstbeherrschung drehen!

Gibt es etwas, was du an dir verändern möchtest? Welche Methode verwendest du oder hat es bisher einfach noch nicht geklappt? Dann mach’ doch auch bei dem Projekt mit! Wie leicht du dabei bist, erkläre ich dir hier. Möchtest du wissen, wie dein Teilnehmen aussehen könnte? Dann schau doch mal beim Blog Twistheadcats vorbei. Die liebe Kay hat nämlich schon zwei Beiträge zum Projekt veröffentlicht! 

Liebe Grüße
Maj-Britt

Titelbild von Unsplash.