Persönlichkeit

Projekt: Wie ich in 31 Tagen Selbstbeherrschung lernte!

Selbstbeherrschung beim Essen

Ein weiterer Monat neigt sich dem Ende zu und dies bedeutet: Es gibt einen neuen Beitrag in meiner Blogparade zum Thema “12 Monate – 12 Chancen zur Selbstverbesserung”! Um mich im Jahr 2018 ganz der persönlichen Weiterentwicklung zu widmen – und darin erfolgreich zu sein! – nehme ich mir jeden Monat eine gute Eigenschaft vor, die ich versuche umzusetzen. So möchte ich gewährleisten, dass ich am Ende des Jahres tatsächlich erfolgreich war und an mir gearbeitet habe. Denn wie oft verfehlen wir unsere Ziele, weil wir sie nicht konkret definiert und geplant haben? Der März stand ganz unter dem Motto Selbstbeherrschung. Wie ich mich diesen Monat geschlagen habe? Lies’ selbst!

Selbstbeherrschung – Warum habe ich diese Eigenschaft gewählt?

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die eine Packung Schokolade oder Chips nach dem Öffnen nicht einfach wieder beiseite legen kann. Mein Motto lautete: “Ist die Tüte einmal auf, iss’ am besten alles auf!” Ich stopfte nicht nur alles schnell in mich hinein, ich aß sogar, wenn ich gar keinen Hunger hatte! Teils aus Langeweile, teils, weil es einfach soooooo lecker schmeckte!

Neben meiner fehlenden Selbstbeherrschung im Bereich Essen fehlte sie mir auch in anderen Bereichen. Beispielsweise blieben täglich einige Punkte auf meiner To-Do-Liste liegen, weil ich lieber noch ausschlafen oder die derzeit aktuelle Serie zu Ende schauen wollte. Statt mich um wichtige Angelegenheiten zu kümmern, genoss ich morgens meinen Kaffee und schaute zwei Stunden Serien auf Netflix, bevor ich mich zur Arbeit aufmachte. Verrückt, oder? Und weil mir diese Zeitverschwendung sehr wohl bewusst war, wollte ich daran arbeiten und sie eliminieren. Und somit landete das Thema Selbstbeherrschung auf meiner Projektliste.

Selbstbeherrschung – Wie habe ich die Eigenschaft umgesetzt?

Manche von euch mögen es bereits wissen, doch zwei Wochen des März-Projektes befand ich mich auf einer Irland-Rundreise. Diese hat mir in der Tat bei der Umsetzung geholfen. Sie war quasi der Startschuss, den ich brauchte, um aus meiner Routine auszubrechen. Doch was bedeutet das konkret für meine Problemzonen: Schlafen, Essen, Serien? Zuerst schauen wir uns aber an, was Selbstbeherrschung überhaupt bedeutet:

Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und das eigene Handeln durch den Verstand zu kontrollieren.

Schlafen:

Ich schlafe für mein Leben gern, am liebsten morgens, wenn das Bett kuschelige Wärme verspricht und du ja sowieso schon drin liegst! Schon einige Wochen vor meinem Urlaub machte ich es mir zur Gewohnheit, um 05.30 Uhr mit meinem Freund aufzustehen, um ihm morgens ein wenig unter die Arme zu greifen. An manchen Tagen klappte dies gar nicht so schlecht, doch besonders kurz vor meinem Urlaub kam ich so gar nicht aus dem Bett. Dies lag nicht mal an meiner Müdigkeit, sondern daran, dass ich das kuschelige Bett nicht verlassen und lieber noch ein wenig schlummern wollte. Mir fehlte die Motivation, das Bett zu verlassen.

Im Urlaub hingegen wurde ich um 7 Uhr geweckt, war hellwach und freute mich sogar, für meine Verhältnisse wirklich früh aufzustehen! Ich freute mich auf den Tag, denn er steckte voller Pläne und toller Erlebnisse. Ich hatte Motivation, früh in den Tag zu starten. Nach Betrachten der beiden Situationen fiel mir auf, dass meine fehlende Selbstbeherrschung (früh aufzustehen) durch meine Gedanken gesteuert wurde. Mir fehlte die Fähigkeit, mein Handeln durch den Verstand zu kontrollieren. Ich hatte also meine Gedanken nicht im Griff!

Essen:

Selbstbeherrschung lernen

So sehr wie ich es liebe zu schlafen, liebe ich es auch zu Essen! Und wenn ich nicht regelmäßig meine Mahlzeiten bekomme, werde ich zickig, und zwar richtig. Denn ich kann das Gefühl, wenn der Magen so grummelt, überhaupt nicht leiden. Während ich Zuhause also wirklich launisch war, wenn ich es nicht rechtzeitig zum Essen schaffte, war dies in Irland überhaupt kein Problem. Gerade zu Beginn der Reise vergaßen wir uns etwas für unterwegs einzupacken. Und so kam es vor, dass wir teilweise nur morgens und am späten Nachmittag etwas aßen. Zuhause wäre das für mich undenkbar gewesen – und ich übertreibe nicht! Doch auch in diesem Punkt fehlte mir einfach die Zeit, um mir meine schlechte Laune einzureden, denn wir hatten so viele tolle Erlebnisse, dass ich einfach keine weiteren Gedanken an den Hunger verschwendete. Und auch hier stelle ich fest: Es scheint ja auch anders zu gehen! Zickig zu werden, weil ich nichts zu essen bekomme, muss kein Standard sein. Doch es liegt an mir, meine Gedanken zu ändern und zu erkennen, dass es eben keinen Grund gibt, meine Laune von Hunger abhängig zu machen!

Serien:

Erinnerst du dich, dass ich schon vor meinem Urlaub morgens um 05.30 Uhr aufgestanden, doch bis 08.30 Uhr nur Serien schaute? Damit verlor ich täglich effektiv zweieinhalb Stunden, in denen ich hätte produktiv sein können. Ich wollte gerne an meinem Blog arbeiten, Dinge erledigt bekommen, doch ich konnte nicht. Meine Irland-Reise hat mich aus dieser Routine herausgerissen. Da ich einiges von dieser Reise mitnehmen konnte für meinen Alltag, fiel es mir nach der Reise nicht mehr schwer, Netflix tatsächlich ruhen zu lassen und mich stattdessen wichtigeren Dingen zu widmen.

Allgemein:

Mir wurde bewusst, dass Selbstbeherrschung nicht beim Essen anfängt oder beim frühen Aufstehen. Nein, Selbstbeherrschung fängt einzig und allein in unseren Gedanken an. Liegst du morgens im Bett und schaffst es nicht, aufzustehen? Dann musst du deine Gedanken ändern, um eine Motivation zu haben. Mir hat beispielsweise der Gedanke geholfen, dass ich meinem Freund eine Hilfe bin, wenn ich früh aufstehe. Vor meinem Urlaub dachte ich eher: “Och nö, eigentlich habe ich jetzt keine Lust aufzustehen..” Nach meinem Urlaub dachte ich: “Oh, ein neuer Tag, an dem ich meinem Schatz eine Freude mache, indem ich aufstehe und seine Brote schmiere. Nichts wie los!”

Tipp: In manchen fällen ist Selbstlosigkeit eine tolle Motivation, wie in meinem Fall, was das frühe Aufstehen betrifft. Auch Fleiß (am Blog arbeiten statt Serien schauen) ist in einer Weise Teil von Selbstlosigkeit, weil du deine Wünsche in dem Moment in den Hintergrund stellst und dich einfach an die Arbeit machst. Für mich ist Selbstlosigkeit definitiv der stärkste Treiber, um meine Selbstbeherrschung auszubauen.

Zum Üben: Suche aktiv nach Situationen, in denen du deine Selbstbeherrschung prüfen kannst. Besuchst du bald eine Geburtstagsfeier? Dann sage doch mal “Nein” zu den Chips in der Schüssel. Bist du schnell eifersüchtig, auch wenn es völlig unbegründet ist? Dies ist eine tolle Möglichkeit, um die Selbstbeherrschung deiner Gedanken zu üben, denn du entscheidest, welche Gedanken du zulässt und welche nicht.

Selbstbeherrschung im Alltag  – Erfolge oder Misserfolge?

Diesen Monat habe ich weder das Gefühl, super erfolgreich gewesen zu sein, noch das Gefühl, völlig versagt zu haben. Ich hatte gute Ideen und Erkenntnisse wie ich meine Selbstbeherrschung in den Griff bekomme. Außerdem konnte ich einige Punkte schon umwandeln und das tun, was mir vorher unmöglich war. Dementsprechend würde ich das März-Projekt unter Erfolg verbuchen, obwohl ich noch eine ganze Menge üben muss! Denn die drei beschriebenen Situationen sind nur ein kleiner Teil von einem großen Ganzen. Denn viele Alltagssituationen hängen mit unserer Selbstbeherrschung zusammen, die man aber erstmal erkennen muss. Beispielsweise fallen auch Autofahrten darunter, in denen wir uns tierisch über unseren Vordermann aufregen, der “einfach nicht Auto fahren kann”.

Fazit und Ausblick auf die nächsten Monate

Ich bin noch immer begeistert von meiner Idee, mich ein Jahr lang jeweils einen Monat auf eine einzige Eigenschaft zu konzentrieren und diese dafür umso gezielter umzusetzen. Ich beschäftige mich viel bewusster mit den Punkten, die ich gerne verändern bzw. verbessern möchte. Zwar kann ich nicht behaupten, nach 30 Tagen eine Eigenschaft perfekt zu beherrschen, da dies konsequente Umsetzung verlangt. Doch in 30 Tagen kann ich mir sehr gut die Grundlagen erarbeiten, die ersten Umsetzungsversuche starten und weiß im weiteren Verlauf, worauf ich achten muss. Im April geht es weiter mit einer spannenden Eigenschaft: Ehrlichkeit!

Findest du das Projekt genau so super wie ich? Dann steig’ mit ein! Werde Teil der Blogparade und arbeite an einer Eigenschaft, die du mit uns teilst! Wie leicht du dabei bist, erkläre ich dir hier. Ein paar Beispiele, wie deine Teilnahme aussehen könnte, findest du auf dem Blog Twistheadcats

Liebe Grüße
Maj-Britt

Bilder via Unsplash.com