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Warum es heutzutage so schwer ist, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln!

Warum es heutzutage so schwer ist, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln!

Warum es heutzutage so schwer ist, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln!

Dies ist ein Gastbeitrag von der lieben Kay von Twistheadcats.

Selbstbewusst oder Arrogant – Wo liegt der Unterschied?

Ich bin bereits von Kindheit an ein sehr selbstbewusster Mensch. Ich weiß nicht, wie ich mir dieses Selbstbewusstsein damals erworben habe, es steckt wohl einfach in mir drin. Das klingt jetzt vielleicht arrogant und ich kann euch sagen, oft genug wurde mir das auch vorgeworfen. Doch ich habe irgendwann erkannt, dass ich lediglich ein gesundes Selbstbewusstsein hatte. Warum muss man sich eigentlich rechtfertigen, dass man selbstbewusst ist?

Gibt es heutzutage so wenige Menschen, die aufrichtig stolz auf sich selbst sind, dass Andere das mittlerweile mit Arroganz verwechseln, wenn es jemand ist? Weil sie Selbstbewusstsein nicht mehr erkennen? Weil sie nicht verstehen können, dass man sich nicht ständig mit Anderen vergleicht oder nicht immerzu in gegenseitigem Wettbewerb und Konkurrenz steht?

Gut, vielleicht liegt meine Einstellung auch daran, dass ich, im Gegensatz zu den Jugendlichen heute, NICHT in einer Zeit aufgewachsen bin, in der sich die Menschen über Social Media definieren. Auf mich prasselten als Kind nicht so viele verschiedene Einflüsse ein. Dadurch hatte ich die Chance mich selbst zu entwickeln. Ich habe mich schon immer getraut, nein zu sagen, wenn alle anderen für Etwas waren und ich habe mich niemals mit Anderen verglichen.

Klar, auch ich bewunderte in meiner Pubertät andere Mädchen beispielsweise für ihre Frisuren, aber ich eiferte niemals jemandem nach oder hatte irgendwelche Vorbilder. Es gibt natürlich auch heute noch Menschen, die mich beeindrucken oder begeistern. Aber ich betrachte mich dennoch als eigenständige Persönlichkeit, die unglücklich wäre, würde sie versuchen, ein von Anderen als “perfekt” definiertes Leben zu führen. Doch wenn ich mir unsere Gesellschaft so anschaue, werde ich das Gefühl nicht los, dass wir genau dazu gedrängt werden. Dazu, eine “Perfektion” anzustreben, die es überhaupt nicht gibt.

 

Wie Social Media unser Selbstbewusstsein zerstört

Influencer geben unseren Jugendlichen vor, wie sie ihr Leben zu führen haben und worauf es vermeintlich ankommt, um glücklich zu sein. Dass das alles nur Schein und Trug ist und auch die größten “Insta-Sternchen” hin und wieder mit sich selbst und ihrem Leben nicht zufrieden sind, erkennen die Meisten überhaupt nicht mehr. Und das ist es, was mich unglaublich frustriert.

Zu beobachten, wie junge Leute sich selbst aufgeben, nur um ihren Idolen ähnlich zu sein. Die auf Instagram nach einem hippen Outfit suchen, bevor sie in der Früh das Haus verlassen, damit sie in der Schule nicht gehänselt werden. Die Youtube Videos ohne Ende konsumieren und Tutorials für nahezu jede Lebenslage brauchen, weil sie in dem Glauben leben, diese nicht selbst bewältigen zu können. Die überhaupt nicht mehr wissen, was sie glauben sollen, weil sie keine eigene Meinung haben.

Sie glauben Fake News, weil diese am Häufigsten in ihrem Facebook Feed angezeigt werden und springen auf Beauty Trends auf, die sogar lebensgefährlich werden können (man erinnere sich an diverse Instagram Challenges mit A4 Blatt breiten Hüften etc.). Nur um sich anzupassen. Nur um “reinzupassen”. Nur um nicht “anders” zu sein, weil sie dazugehören wollen.

Doch was ist die Ursache, für dieses unreflektierte Denken?

Ihnen wird durch die Schnellebigkeit unserer Gesellschaft eine “Austauschbarkeit” suggeriert, die sie dazu treibt, mit dem Strom schwimmen zu wollen.

Klar, wenn man heutzutage mit dem Partner unzufrieden ist, macht man eben einfach Schluss und loggt sich danach bei Tinder ein, um sich eine Ablenkung oder den nächsten Lebensabschnittsmenschen zu suchen. Ist ja schließlich auch einfacher und stressfreier, als sich mit Problemen aktiv auseinanderzusetzen und Kompromisse einzugehen. Heute gibt es keine Kompromisse mehr. Alles, was nicht passt, wird ersetzt. Wie soll man da ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können?

Mein Fazit:

Pinterest Bild: gesundes Selbstbewusstsein entwickeln

Es beruhigt mich ein wenig, zu beobachten, dass der Trend wieder in Richtung Achtsamkeit und Besinnung auf die Wesentlichen Dinge im Leben geht. Dass die Menschen langsam erkennen, dass Materielles alleine sie nicht glücklich macht und sie nicht zufrieden sein können, wenn sie immerzu das Leben “Anderer” führen. Das soll bedeuten, wenn ich immer nur jemandem nacheifere und meiner eigenen Persönlichkeit niemals die Chance gebe, sich entwickeln zu dürfen, wird mich das auf Dauer unglücklich machen.

Ich denke ein gesundes Selbstbewusstsein kann sich nur entwickeln, wenn man sich aktiv mit sich selbst auseinandersetzt. Wenn man Selbstreflexion lernt und den Mut hat, sich eine eigene Meinung zu bilden und auch dazu zu stehen. Man wird immer wieder Menschen damit verletzen oder enttäuschen, jedoch muss man auch nicht jedem gefallen. Wenn man sich für jeden einzelnen Menschen verbiegen muss, nur um zu gefallen, dann kommt man irgendwann ohnehin nicht mehr hinterher.

Wenn man lernt, sich selbst zu lieben, dann werden das auch andere tun. Und zwar die richtigen Menschen. Echte Menschen. Menschen, die unser Leben bereichern.

 

Mein Appell an Euch:

Lasst euch von der gesellschaftlichen Schnellebigkeit nicht beeindrucken. Gebt dem Leben euer eigenes Tempo vor. Betrachtet nicht jede Gegebenheit als austauschbar sondern als in sich wertvoll. Nur weil andere euch weismachen wollen, wie man Dinge richtig macht, wie man selbst oder eine ganze Beziehung angeblich sein muss, um als perfekt definiert werden zu können, bedeutet das nicht, dass diejenigen auch tatsächlich wissen wie es läuft. Betrachtet Instagram und co als Inspiration. Als Denkanstoß. Aber niemals als Anleitung fürs Leben. Und die Menschen darin nicht als das Maß aller Dinge. Messt euch nur an euch selbst.

Liebe Grüße, eure Kay.

www.twistheadcats.com

Bilder via unsplash.com

Maybe

Ein zweijähriges Praktikum im Bereich "Nachhaltiger Tourismus" kombiniert mit einem Marketing-Studium waren mein Rezept, um nun als freie Texterin tätig zu sein. 2015 machte ich meine ersten Schritte mit meinem Hobbyblog, der mich Theorie und Praxis lehrte. 2018 war ich schließlich bereit, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

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Comments (2)

  1. Apr 12, 2018

    Liebe Kay,
    du hast es mal wieder wunderbar beschrieben! Das Interessante: In meiner Jugend hatte ich in gewissen Situationen doch arge Selbstbewusstseinsprobleme hatte. Dazu kam noch meine Introvertiertheit und die Oberflächlichkeit von vielen Gesprächen. Das alles führte dazu, dass ich mich bei Gesprächen mit Menschen, die mir nicht allzu nahe standen oft eher im Hintergrund gehalten habe. Ich beobachte auch einfach sehr gerne Gruppendynamiken. Das führte dann lustigerweise dazu, dass ich auch ab und an mit dem netten Adjektiv „arrogant“ betitelt wurde. Naja, manchen Menschen kann man es einfach nicht recht machen, egal, wie man sich verhält. Also ja: Sei einfach du selbst und liebe dich für den Menschen, der du bist.

    • Maybe
      Maybe
      Apr 14, 2018

      Liebe Lisa, vielen Dank für dein Feedback zu Kay’s Gastbeitrag. Das, was du erzählst, kann ich nur zu gut nachempfinden. Ganz genau so ging es mir auch sehr lange. Umso wichtiger, dass wir uns selbst treu bleiben – das ist überhaupt nicht schlimm! Manchmal braucht man bloß länger, um das zu akzeptieren.

      Liebe Grüße,
      Maj-Britt

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