Ratgeber

Wie der Gedanke “Alles ist gut!” dein komplettes Leben verändert!

Alles ist gut! - Wie dieser Gedanke dein komplettes Leben verändert!

Vor einiger Zeit beobachtete ich eine Situation, die mich zum Nachdenken anregte. Ich ging in meiner Mittagspause an einem sonnigen Wintertag spazieren. Die Sonne schien, die ersten Vögel zwitscherten und läuteten die anstehenden Frühlingstage ein. Mir entgegen kam eine Mutter mit einem kleinen Jungen, der an ihrer Hand lief. Plötzlich fiel er hin und wollte anfangen zu weinen, als seine Mutter zu ihm sagte: “Alles ist gut!”. Und siehe da: Das weinerliche Gesicht und die weinerlichen Laute waren mit einem Mal verschwunden und dem Jungen ging es gut!

“Alles ist gut” – Warum ich die Situation so inspirierend empfand!

Diese Situation hat mich so sehr inspiriert, weil sie sehr schön zeigt, dass es unsere eigenen Gedanken sind, die uns fesseln und manchmal einen Streich spielen. Ebenfalls zeigt diese Situation, wie es auch nur unsere eigene Wahrnehmung ist, die uns suggeriert, dass etwas nicht okay ist. Zur gleichen Zeit sieht jemand anderes aber bereits die Wahrheit!

Der Junge wollte anfangen zu weinen, weil er sich aufgrund des Sturzes weh getan hatte oder aber geschockt war – vermeintlich. Dies ist jedoch nur was er gedacht hat, denn als seine Mutter ihm versicherte “Alles ist gut”, war es das auch. Seine Mutter hat – wahrscheinlich ohne es zu wissen – seine Gedanken berichtigt und ihn zugleich davon überzeugt. Alles ist gut, und zwar jetzt!

Was wir aus der Situation für unser tägliches Leben ableiten können!

Ich bin mir sicher, dass ebenso wie ich früher auch du als kleines Kind hingefallen bist und sofort angefangen hast zu weinen. Doch wir sind keine kleinen Kinder mehr und haben mittlerweile gelernt, dass Hinfallen nicht schlimm ist. Wir stehen auf und laufen weiter. Warum sollte uns diese Situation also in irgendeiner Weise im Alltag helfen?

Alles ist gut – und zwar jetzt!

Ganz einfach: Diese Situation erleben wir immer noch, tagtäglich, nur auf eine andere Art und Weise. Sieh’ das Hinfallen beim Gehen als eine Art Metapher. Begegnen dir im Alltag Situationen, die dich stressen, emotional belasten oder sogar völlig aus der Fassung bringen, weil du sie nicht bewältigen kannst? Dann hast du deine Antwort. Genau das sind die Situationen, in denen wir (metaphorisch) Hinfallen. Dass dich diese belasten zeigt nur, dass du in diesem Fall noch nicht gelernt hast die Situation zu erkennen. Du hast noch nicht gelernt, dass es ebenfalls eine Art Hinfallen ist und du “einfach” wieder aufstehen musst.

Als Kind haben wir das im Verhältnis gesehen schnell gelernt, weil es im Nachhinein betrachtet wie eine Kleinigkeit aussieht. Doch wir entwickeln uns weiter, werden reifer und so ist es auch mit den Hürden, die uns tagtäglich begegnen. Was uns fehlt, ist die Mutter, die uns versichert: “Alles ist gut!”

Wie du das im Alltag umsetzen kannst

Ich möchte behaupten, dass jede Situation, die uns im Alltag belastet, stresst, verzweifeln oder sogar aufgeben lässt, durch unsere Gedanken ausgelöst wurde und dementsprechend auch genau durch diese wieder korrigiert werden kann. Da dieser Punkt – je nach Lebenseinstellung – kontroverse Diskussionen auslöst, freue ich mich sehr über einen Meinungsaustausch in den Kommentaren!

Ich benutze den Gedanken “Alles ist gut!” schon eine ganze Weile, weil ich gemerkt habe, wie beruhigend er wirkt. Ich habe ihn in den verschiedensten Situationen angewandt und jedes Mal festgestellt: Das ist ziemlich geil! Ich liste nun ein paar Beispiele auf, damit du dir vorstellen kannst, wovon ich hier überhaupt rede!

Alles ist gut - positive Einstellung

Krankheit und Schmerz

Angefangen habe ich damit den Gedanken anzuwenden, als ich noch Kontaktlinsen trug. Wenn du selbst weiche oder harte Kontaktlinsen trägst (ich kenne beide Varianten), weißt du sicherlich, wie unangenehm es ist, Flusen oder Dreck im Auge zu haben. Du zwinkerst nichtsahnend und plötzlich durchzuckt dich ein grausamer Schmerz am Augenlid.

Da du ohne Kontaktlinsenflüssigkeit in diesem Moment völlig aufgeschmissen bist, hatte ich immer wahnsinnige Panik vor dem Moment. Und wenn er dann eintraf, war es umso schlimmer. Es tat nicht nur weh, ich hatte panische Angst! Und so fing ich an mich daran zu erinnern, dass alles gut ist. Statt mich auf den Schmerz und die Panik zu fokussieren, habe ich daran festgehalten, dass alles gut ist. Und es hat keine 5 Sekunden gedauert, da war es das auch. Meist regelte sich die Linse von selbst in kurzer Zeit. Wenn nicht, konnte ich souverän die Linse herausnehmen und säubern. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Ich habe viele Krankheits-Situationen erlebt, in denen meine Angst das weitaus größere Problem war. Denn damit fängt es überhaupt erst an. Zu diesem Thema werde ich aber noch mal einen gesonderten Beitrag schreiben.

Emotionen

Wirst du von deinen Emotionen übermannt, wie beispielsweise Wut, Trauer oder Verzweiflung, weil eine geliebte Person verstorben ist, dein Leben aus den Fugen zu geraten droht oder ein Kollege dich völlig aus der Fassung bringt? In diesen Situationen beruhige ich mich mittlerweile auch mit dem Gedanken, dass alles gut ist. Er hilft mir, einen klaren Kopf zu fassen und dann die Situation statt mit panischen Gedanken positiv anzugehen. Das mag zwar geschmacklos klingen, Todesfälle positiv anzugehen, aber auch das ist Einstellungssache. Du musst dich nicht über den Tod eines Menschens freuen, um ihn positiv zu sehen. Ich glaube zum Beispiel daran, dass lediglich der Körper vergänglich ist, die Seele aber genau so weiter macht wie zuvor. In dem Sinne gibt es für mich den klassischen Tod nicht. Der Gedanke “Alles ist gut!” erinnert mich daran, wenn ich selbst mal am Verzweifeln bin.

Fazit – Alles ist gut und zwar jetzt!

Ich bin fasziniert, wie eine solche banale Situation eine solche Inspiration sein kann. Sie lässt sich sehr gut auf alltägliche Situationen übertragen und macht darauf aufmerksam, dass wir viel stärker auf unsere Gedanken achten müssen. Meist sind es nämlich genau diese, die uns fesseln und versuchen einzusperren. Wir sollten viel mehr darauf vertrauen, dass unsere Gedanken tatsächlich die Macht haben, etwas zu verändern. Nur müssen wir lernen, dass die Veränderung sich nicht unbedingt in der materiellen Welt widerspiegelt, sondern in unseren Gedanken. Die Welt muss sich nicht (unbedingt) verändern, sondern unsere Sicht auf die Welt muss sich verändern. Und wir sollten tagtäglich daran arbeiten, Situationen zu erkennen, zu berichtigen und ganz wichtig: daran zu glauben und festzuhalten!

Jetzt bin ich aber super gespannt auf deine Meinung zu dem Thema! Ist dir das selbst schon einmal aufgefallen bzw. vielleicht auch erst durch diesen Beitrag? Ich bin gespannt, welche Erfahrungen du gemacht hast oder ob das alles für dich nur Humbug ist!

Liebe Grüße,
Maj-Britt

Bild via Unsplash.